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:: 12.5.03 ::

Nur die relevanten Fächer fördern
In einem lesenswerten Zeitungsinterview hat sich der Berliner Finanzsenator, Thilo Sarrazin, zu den Einsparungsplänen bei den Berliner Hochschulen geäußert:
Die Industrie stützt sich ... im Wesentlichen auf natur- und ingenieurwissenschaftliche Absolventen. Niemand plant im Ernst, in diesen Bereichen zu sparen. Ein steigender Anteil der Abiturienten drängt aber in die Fächer, die weniger relevant sind für den Wirtschaftsstandort und die nicht zu den produktiven gehören. Da muss es Verschiebungen geben: Heute werden die Berliner Hochschulen jährlich mit knapp 1,4 Milliarden Euro bezuschusst; Chemie, Mathematik und Physik erhalten im Bereich der Lehre davon aber nur 48,5 Millionen. Gleichwohl sind die Studienplätze in diesen drei Fächern zu 40 Prozent nicht besetzt. Entscheidend ist die Frage: Wie macht man die Unis in den nicht ausgelasteten Bereichen attraktiver?
Gute Frage. Stets wird die Forderung nach herausragender Forschung gestellt. Eine herausragende Lehre wird aber so gut wie nie gefordert, obwohl es hier viel zu tun gäbe.
[Physik in Schule und Hochschule]

:: Peter 20:21 :: link :: (0) comments ::
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200. Geburtstag
Heute vor 200 Jahren wurde Justus von Liebig geboren.

Hauptarbeitsgebiete und Leistungen:
- Begründer der modernen Agrikulturchemie
- Klärung der Zusammensetzung von Salicin, Coniin und Coffein(mit Hilfe des von ihm 1831 entwickelten Fünf-Kugel-Apparates; Liebigsche Elementaranalyse)
- 1847 Erfindung von Liebigs Fleischextrakt
- Herstellung von Backpulver

Es gibt Festveranstaltungen, Sonderbriefmarken, das Liebig Jahr in Gießen, ...
[Wissenschaftler]

:: Peter 19:01 :: link :: (0) comments ::
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Forschungsreaktor kann in Betrieb gehen
Das bayerische Umweltministerium hat die dritte und abschließende atomrechtliche Genehmigung für den Forschungsreaktor in Garching erteilt. Der Bescheid zur dritten Teilgenehmigung wird bis zum 23. Mai im bayerischen Umweltministerium und im Garchinger Rathaus ausgelegt. Er kann bis Ende Juni mit einer Klage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof angefochten werden.
[Forschungspolitik]

:: Peter 18:17 :: link :: (0) comments ::
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:: 9.5.03 ::
125 Jahre Mikrofon
David Edward Hughes präsentierte am 9. Mai 1878 das Kohlekörner-Telefon in der Royal Society of London. Dieses Datum gilt als Geburtsstunde des Mikrofons. Es wurde angeschrien, umtanzt, besungen. Ohne Mikrofon wäre die Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts anders verlaufen.
[Wissenschaftsgeschichte]

:: Peter 18:54 :: link :: (0) comments ::
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Trockenes Wasser
Wasser ist eine merkwürdige Substanz (man muß ja nicht gleich an Polywasser denken). Wichtig ist es für uns natürlich deshalb, weil biologische Zellen hauptsächlich aus Wasser bestehen. Komisch wird es, wenn Wasser mit wasserabstoßenden Oberflächen - z.B. Proteinen - in Kontakt kommt. In übereinstimmenden Messungen mit unterschiedlichen Methoden wurde jetzt festgestellt, daß in unmittelbarer Nähe von wasserabweisenden Oberflächen die Dichte des Wassers geringer ist, als weit weg von der Oberfläche. Bei einigen Messungen wurden sogar winzige Gasbläschen an den Oberflächen gesehen. Ob diese Nanobläschen eine generelle Eigenschaft von wasserabweisenden Oberflächen sind oder erst durch die Messung erzeugt werden ist aber noch nicht klar. In jedem Fall können diese neuen Erkenntnisse viel zum Verständnis der Rolle von Wasser im Zellinneren und bei biochemischen Vorgängen beitragen.
(Nature 423 (2003) 25, Phys. Rev. Lett. 90 (2003) 086101, Langmuir 19 (2003) 2409, Langmuir 19 (2003) 2284)
[Biochemie]

:: Peter 18:19 :: link :: (0) comments ::
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Rekordbeteiligung
Rund 1350 Schülerinnen und Schüler aus 90 Schulen werden in 320 Teams am Tag der Mathematik an der Technischen Fachhochschule Berlin am 17. Mai 2003 an den Start gehen. Beim Wettbewerb werden die Berliner und Brandenburger knifflige Aufgaben zu lösen haben. Rund um den Tag der Mathematik gibt es ein buntes Programm, bei dem auch Nicht-Teilnehmer auf ihre Kosten kommen werden. Vorträge, Ausstellung, Informationen rund um das Studium der Mathematik und Fußball spielende Roboter warten auf die Besucher.

Tag der Mathematik an der TFH Berlin, Luxemburger Straße 10, am Samstag, 17. Mai 2003, von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr (U 9 - Amrumer Straße)
[Physik in Schule und Hochschule]

:: Peter 14:01 :: link :: (0) comments ::
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:: 7.5.03 ::
Atom-Fußball
Einzelne Atome auf metallischen Oberflächen kann man bereits seit mehr als zehn Jahren bewegen. Bei dem Mikroskop, das dafür benutzt wird - dem Rastertunnelmikroskop, wird eine kleine Spannung zwischen einer sehr spitzigen Spitze, die sehr nahe über den Atomen steht, und der Oberfläche angelegt, so daß ein kleiner Strom durch die Lücke zwischen Spitze und Oberfläche fließt. So können dann Atome und Moleküle auf der Oberfläche hin- und herbewegt werden oder auch auf die Spitze aufgenommen und wieder abgesetzt werden. Bei Isolatoren geht das nicht, weil diese den elektrischen Strom nicht leiten. Mit einem Mikroskop, das nach einem anderen Prinzip funktioniert, ist das nun Forschern in Japan gelungen. Das von ihnen benutze Rasterkraftmikroskop benutzt auch eine Spitze, es werden aber nur die rein mechanischen Kräfte zwischen der Spitze und den Oberflächenatomen ausgenutzt. Ein Atom aus einer Siliziumoberfläche wurde dabei sozusagen 'rausgehämmert'.
Now you see it, now you don't.
(Phys. Rev. Lett. 90 (2003) 176102)
[Chemische Physik]

:: Peter 19:20 :: link :: (0) comments ::
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Berliner Bose-Einstein-Kondensat
Manche Atome können sich bei verdammt tiefen Temperaturen so zusammenschließen, daß ihre jeweiligen Materiewellen sozusagen im Takt schwingen. Diesen Vorgang, bei dem alle Atome einen quantenmechanischen Zustand - den Grundzustand - besetzen, nennt man Bose-Einstein-Kondensation. Prinzipiell sollte das auch für andere (quantenmechanische) Wellen gehen. In einem speziellen Material, Thalliumkupferchlorid (TlCuCl3), wurde bei Experimenten am Berliner Hahn-Meitner-Institut in einer Kooperation schweizer, französischer und deutscher Forscher nun gezeigt, daß sich Wellen aus magnetischen Momenten (den Elementarmagneten) der Kupferionen (sogenannte Magnonen) ebenfalls zu solch einem Bose-Einstein-Kondensat zusammenschließen können. Schön an dieser Art von Bose-Einstein-Kondensat ist, daß die Temperaturen, die notwendig sind um diesen grundlegenden quantenmechanischen Effekt zu messen, mit einigen °C über dem absoluten Nullpunkt 'relativ' hoch sind.
(Nature 423 (2003) 62)
[Supraleitung, Bose-Einstein,...]

:: Peter 17:53 :: link :: (0) comments ::
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:: 6.5.03 ::
Frankfurt ist Spitze
In einem Universitäts-Ranking der Humboldt Stiftung ist die Uni in Frankfurt bei den Physikfachbereichen spitze. Gezählt wurde, wie viele Humboldt-Stipendiaten und Preisträger in den Jahren 1998 - 2002 an den Unis und Instituten zu Gast waren. Auf Platz zwei und drei liegen die beiden Münchener-Unis. Das erste Forschungsinstitut ist das Forschungszentrum in Jülich. In Chemie liegen die TU München und die Unis in Göttingen und Ulm vorne. Das erste Forschungsinstitut ist hier das Physik-Nahe Fritz-Haber Institut der Max-Planck-Gesellschaft. Insgesamt ist sind die Münchener Unis, Jülich und das FHI Spitze, relativ - gemessen an der Zahl der Profs - dagegen Konstanz, Heidelberg und Stuttgart.
[Physik in Schule und Hochschule]

:: Peter 18:27 :: link :: (0) comments ::
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Wissenschaftliche Formel zu ersteigern
Bei ebay hat man die einmalige Chance, die Formel für eine kalte Fusion zu erwerben. Derzeitiger Stand (5.5.03, 23:50): EUR 10.550,00. Der Erlös geht an die Vereinten Nationen. (via de.sci.physik)
[Nicht ganz ernst]

:: Peter 00:10 :: link :: (0) comments ::
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:: 5.5.03 ::
Heißer Supraleiter mit zwei Bandlücken
Magnesiumdiborid ist ein Supraleiter, der für Aufregung gesorgt hat. Eine lange bekannte, metallische, simple chemische Verbindung, MgB2, hatte bis vor kurzem niemand darauf untersucht, ob sie supraleitend wird. Sie wird es und zwar bei - vergleichsweise - hohen 39 K = - 234 °C. Theoretiker hatten sich bald überlegt, warum das so ist. Es müssen quasi zwei Supraleiter in dem Material vorhanden sein - zwei sogenannte Energielücken. Nun wurde das auch experimentell durch eine direkte Untersuchung der elektronischen Bandstruktur bestätigt.
(Nature 423 (2003) 65)
[Supraleitung, Bose-Einstein,...]

:: Peter 19:04 :: link :: (0) comments ::
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:: 2.5.03 ::
Pi quer
Viele mathematische und Mathematikerwitze und viele Physik- und Physikerwitze- von einem Physiker gesammelt. (via: Mathematische Kleinigkeiten)

:: Peter 17:08 :: link :: (0) comments ::
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Physik des Golfballs
Warum hat der Golfball Dellen? Hier steht's: AHA. Und wer's genauer wissen will: Physik des Golfsports.

:: Peter 12:45 :: link :: (0) comments ::
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:: 30.4.03 ::
Neues Elementarteilchen
Bei Experimenten am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) wurde mehr oder weniger zufällig ein neues Teilchen entdeckt. Wirklich elementar ist es nicht: es besteht aus einem charm- und einem Anti-strange-quark. Wieder ein bißchen Information mehr, um die genauen Mechanismen zu enträtseln, die die Protonen, Neutronen und andere subatomare Teilchen zusammenhalten. (via: Slashdot, B. Aubert et al., Phys. Rev. Lett., eingereicht)

:: Peter 14:40 :: link :: (0) comments ::
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Biophysik
Bakterien abzutöten ist gar nicht so einfach. Die kleinen Viecher sind ziemlich zäh. Eine neue Methode, um z.B. medizinische Geräte zu sterilisieren, wurde von Forschern der Universitäten in Virginia und San Diego realisiert: Ein kaltes Plasma, erzeugt durch eine Wechselspannung von einigen Kilovolt, tötet zuverlässig die Bakterien durch die entstehende UV-Strahlung. Die freien Radikale und die frei herumfliegenden Ladungen erledigen den Rest. (Laroussi et al., New. J. Phys., im Druck)

:: Peter 13:23 :: link :: (0) comments ::
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:: 29.4.03 ::
Schnelle Experimente mit Fermium
Fermium ist ein radioaktives Element, an dem bisher nur an einzelnen Atomen gemessen werden konnte. Natürlich vorkommen tut es nicht, und auch an Kernreaktoren ist die Entstehungsrate so klein, daß man gerade mal ein paar Milliarden Atome herstellen kann. Das ist für Atome so gut wie nichts. Und nach 20 Stunden ist die Hälfte der so erzeugten Atome auch schon wieder zerfallen. In einer Kooperation des Oak Ridge National Laboratory und der Universität Mainz ist es nun gelungen, zwei Energieniveaus der Elektronenhülle von Fermium zu vermessen. Die Schwierigkeit war, die wenigen Atome schnell von Oak Ridge, wo der Reaktor steht, nach Mainz zu bringen. Dort sind die diffizilen Messungen an den gerade mal 27 Milliarden Atomen gemacht worden. Fermium ist damit das schwerste Element bei dem solche Messungen bisher gelungen sind. Wichtig sind diese Messungen vor allem deshalb, weil bei diesen schweren Elementen die Elektronen sozusagen fast mit Lichtgeschwindigkeit im Atom hin und herflitzen und damit Einsteins (spezielle) Relativitätstheorie wichtig wird. Die Genauigkeit der Rechenmethoden für relativistische Elektronen in Atomen kann dadurch getestet werden. (Phys. Rev. Lett. 90 (2003) 163002-1)

:: Peter 19:36 :: link :: (0) comments ::
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:: 28.4.03 ::
Meister der Thermodynamik
Heute jährt sich zum hundertsten male der Todestag von Josiah Willard Gibbs (1839-1903). Ein Eigenbrötler, der nur wenige, dafür aber umso gehaltvollere Arbeiten veröffentlichte. Er war einer der ersten Physiker, die die Wichtigkeit der Entropie erkannten. Auch heute noch kennt man seinen Namen durch die nach ihm benannte Regel über Phasengemische.

:: Peter 20:17 :: link :: (0) comments ::
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Poincarés Vermutung bewiesen?
In der New Yorck Times stand es zuerst, dann in der FAZ und der Zeit: Grigorij Perelman vom Steklov Institut für Mathematik der Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg scheint es geschafft zu haben, die Poincarésche Vermutung zu beweisen. Zwar muß der Beweis noch genau geprüft werden, aber die allgemeine Meinung unter den Mathematikern scheint zu sein, daß es durchaus möglich ist, daß die eine Million Dollar, die für die Lösung dieses Problems ausgesetzt sind, nun fällig werden. Vorgeschlagene Beweise gab es schon viele, bei den meisten war aber schnell klar, daß sie fehlerhaft waren.
Sinngemäß lautet die Vermutung, daß jeder Körper ohne Loch im wesentlichen eine Kugel ist. Allerdings in vier Dimensionen (n=4), d.h. die Oberflächen der Körper sind dreidimensionale "Flächen". Witzig finde ich, daß für n=3, also normale Kugeln, das schon lange bewiesen ist, für n=5 auch schon (dafür gab es eine Fields-Medaille), für n=6 ebenfalls und für n>=7 es auch schon einen Beweis gibt. Nur die Orginalbehauptung von Poincaré, daß das auch für n=4 gilt, stand bisher noch aus. (Andrea's Weblog, arXiv:math.DG/0211159, arXiv:math.DG/0303109)

:: Peter 19:43 :: link :: (0) comments ::
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:: 26.4.03 ::
Nasser Mond
Der Saturnmond Titan hat nicht nur Methan in seiner Atmosphäre, sondern auch wahrscheinlich Wasser auf der Oberfläche. Das haben Beobachtungen von amerikanischen und französischen Forschern im Infraroten ergeben. Bisher dachte man, daß die Oberfläche hauptsächlich aus flüssigem oder gefrorenem organischen Material besteht.(Science 300 (2003) 628)

:: Peter 15:20 :: link :: (0) comments ::
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:: 25.4.03 ::
Girls' Day
Am 8.5.2003 gibt es einen Mädchen-Zukunftstag:
Das Projekt Girls' Day ? Mädchen-Zukunftstag bietet Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 Einblick in Berufsfelder, welche die Mädchen im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen. Am 8. Mai 2003 öffnen vor allem technische Unternehmen, Hochschulen und Forschungszentren ihre Türen für die Mädchen. In Laboren, Büros, Werkstätten und Redaktionsräumen wird den Mädchen anhand von praktischen Beispielen gezeigt, wie interessant und spannend diese Arbeit sein kann. Durch persönliche Gespräche mit Beschäftigten können die Mädchen ihren Erfahrungs- und Orientierungshorizont erweitern.
Auch aus der Physik sind viele Fachbereiche und Institutionen vertreten. Z.B.: FU-Berlin, Bergische Universität, Astrophysikalisches Institut Potsdam , Uni Rostok, Uni Greifswald, MPIs für Plasmaphysik, Physik komplexer Systeme und Astronomie, Justus-Liebig-Universität, Leibnitz-Institute für Festkörper- und Werkstoffforschung und Oberflächenmodifizierung, INP, Forschungszentrum Rossendorf, Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen ........

:: Peter 18:53 :: link :: (0) comments ::
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Populäre Irrtümer
Gestern in der Vorlesung: das Hochspannungskarussell. Zwei oder mehr gebogene Drähte oder spitz zulaufende Streifen sind auf einer feinen Spitze gelagert, so daß sie sich gut drehen können. Eine Hochspannung wird angelegt. Das Karussell aus den Drähten fängt sich an zu drehen (hier und hier ein Video). Warum? Naheliegende, oft gegebene und falsche Erklärung: die austretenden Elektronen treiben durch den Rückstoß beim Austritt das Rad an. Aber: egal, ob ich das Rad positiv oder negativ auflade, es dreht sich immer in die gleiche Richtung. Die richtige Erklärung: hier, hier und hier.
Hochspannungskarussell

:: Peter 17:42 :: link :: (0) comments ::
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:: 24.4.03 ::
Neues radioaktives Element
Das Element selber ist nicht neu: Das bisher schwerste stabile Element, Wismut. Neu ist: es ist radioaktiv (alpha-Zerfall). Allerdings mit einer Halbwertszeit von schlappen 20 Trillionen Jahren. Entdeckt haben das französische Physiker, die eigentlich was ganz anderes gesucht haben: schwach wechselwirkende, massive Teilchen, die als Kandidaten für die Dunkle Materie gelten. Für die Kernphysik ist die Entdeckung natürlich toll, da man jetzt Modelle für den Kernaufbau überprüfen kann. Außerdem kann man testen, ob bestimmte Theorien, die Abweichungen vom normalen Zerfallsgesetz bei extrem langen Halbwertzeiten vorhersagen, tatsächlich zutreffen. (Nature 422 (2003) 876)

:: Peter 19:08 :: link :: (0) comments ::
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Mit einer Behinderung der Ionen muß gerechnet werden
Nicht nur die Elektronen in Metallen können den elektrischen Strom leiten, sondern auch das Wandern von ganzen Ionen kann dazu führen, daß ein Material einen kleinen elektrischen Widerstand aufweist. Technologisch wird das zum Beispiel bei Batterien, Sensoren, Brennstoffzellen oder "smart windows" ausgenutzt. Die mobilen Ionen müssen klein sein, und das sind z.B. Alkali-Ionen, wie Lithium, Natrium, Rubidium usw., die in einem anderem Material eingelagert sind (z.B. Lithium in LiPO3). Komischerweise darf nur eine Sorte dieser Ionen vorhanden sein. Hat man zwei Sorten, z.B. Lithium und Rubidium, ist die elektrische Leitfähigkeit buchstäblich millionenfach kleiner. Warum das so ist, haben jetzt zwei Forscher aus Schweden und Göttingen herausgefunden. In einer Simulationsrechnung haben sie herausgefunden, daß die beiden Ionensorten unterschiedliche Wege gehen, und dort wo sich ihre Wege kreuzen, blockieren sie sich gegenseitig. (Phys. Rev. Lett. 90 (2003) 155507)
Leitfaehigkeitspfade von Lithium in LiPO3Die verschlungenen Pfade von Lithium-Ionen bei ihrem Weg durch ein Phosphatgitter.

:: Peter 13:53 :: link :: (0) comments ::
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Es werde Licht!
Die Natur des Lichts beschreibt, was Licht ist und gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung der unterschiedlichen Lichtmodelle (Sehstrahlen, Partikel, Wellen). Das Projekt befindet sich noch im Aufbau, aber es gibt schon viel zu lesen. Der Autor, Martin Baselt, ist Lehrer und unterrichtet Mathematik, Physik, Chemie und Biologie. (via: Andrea, Schockwellenreiter)

:: Peter 11:26 :: link :: (0) comments ::
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:: 23.4.03 ::
Atom im Spiegel
Eine der merkwürdigsten Entdeckungen in der Elementarteilchenphysik war bisher, daß die sogenannte Parität nicht erhalten ist. Gemeint ist damit, daß ein Experiment, das exakt spiegelbildlich zu einem anderen aufgebaut ist, ein anderes Ergebnis zeigt. Die Beobachtung dieser komischen Asymmetrie war bis 1997 nur mit Atomkernen oder Elementarteilchen, wie den sogenannten K-Mesonen, möglich. Dann haben amerikanische Forscher die rechts/links-Asymmetrie auch an ganzen Atomen gesehen. Sie haben die Stärke der sogenannten Schwachen Kernkraft in Caesium ausgemessen und gefunden, daß sie sich mit theoretischen Vorhersagen kaum vereinbaren läßt. Wenn das sich bewahrheitet, hat das weitreichende Konsequenzen für das Standardmodell der Elementarteilchenphysik.
Forscher aus Frankreich und Armenien (!) haben jetzt ein Experiment gemacht, bei dem sie die Paritätsverletzung bei Atomen gänzlich anders gemessen haben als die Amerikaner. Sie haben einen Laserstrahl in ein vorbehandeltes Gas geschickt. Einmal die Polarisation des Lichts nach links verkippt, einmal nach rechts verkippt und den Unterschied gemessen. Das Ergebnis: Innerhalb der Messgenauigkeit stimmen die Ergebnisse mit denen aus Amerika überein. Ich bin gespannt, wie genau sie in bei folgenden Experimenten den Widerspruch mit der Theorie erhärten können. (Phys. Rev. Lett. 90 (2003) 143001)

:: Peter 19:20 :: link :: (0) comments ::
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Intern: Blogger wird Dano
Gestärkt durch die Google-Übernahmen hat Blogger.com, der Vater der Blogging-Plattformen, ein neues Interface namens Dano mit vielen neuen Möglichkeiten entwickelt.
Bei den PK wird sich nichts ändern - nur besser können sie werden smile (via: Der Schockwellenreiter)

:: Peter 10:35 :: link :: (0) comments ::
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:: 22.4.03 ::
Lichtgestalten
Im diesjährigen Osterrätsel des Tagesspiegels geht es um "Lichtgestalten". Gesucht werden Persönlichkeiten, die eine mehr oder weniger direkte Beziehung in ihrem Schaffen oder Wirken mit dem Licht hatten. Fünf der zehn Kurzbiographien sind diesmal von Naturwissenschaftlern bzw. Ingenieuren. Wer hat z.B. mit Strom und Froschschenkeln experimentiert?

:: Peter 20:26 :: link :: (0) comments ::
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Aerodynamik der Drosophila
Fliegen mir der Hand im Flug fangen ist ziemlich schwer. Aber, wie machen die das, so schnell auszuweichen? Durch Beobachtungen an der Fruchtfliege haben Forscher der ETH Zürich und des Caltech jetzt festgestellt, daß die possierlichen Tierchen bei ihren Wendemanövern hauptsächlich gegen die Trägheit und nicht etwa gegen die Luftreibung ankämpfen müssen. Diese Ergebnisse sind natürlich wichtig für die Bioniker, die Roboterfliegen bauen. (Science 300 (2003) 495)
 Drosophila Melanogaster

:: Peter 18:51 :: link :: (0) comments ::
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Atom-Ei-Nachtrag
Nach der Freigabe des Bundesumweltministeriums will das bayerische Umweltministerium Anfang Mai die abschließende Genehmigung für den umstrittenen Forschungsreaktor FRM-II in Garching bei München erteilen. Aus technischen Gründen wird es nach Angaben des Wissenschaftsministeriums aber bis zu einem Jahr dauern, bis der Reaktor hochgefahren ist.

:: Peter 11:28 :: link :: (0) comments ::
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:: 17.4.03 ::
Physikerin
Heute vor 70 Jahren starb Harriet Brooks (1.1.1876-17.4.1933). Sie war einer der ersten Mitarbeiter von Ernest Rutherford und war wohl die erste, die den Rückstoß der Atomkerne beim radioaktiven Zerfall beoachtet hat. Ihre Arbeiten führten Rutherford zu der Erkenntnis, daß Radioaktivität mit einer Umwandlung der Elemente verbunden ist. Sie starb an Leukämie.

:: Peter 18:33 :: link :: (0) comments ::
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Supernova vorhergesagt
Am 29.3.2003 hatte der Nasa Satellit HETE einen Gamma-Strahlenausbruch registriert. Dieser war schon alleine erstaunlich, da er sehr hell war, d.h. der Ausbruch vergleichweise nah stattfand. Theoretische Astrophysiker haben dann vorhergesagt, daß ein Supernova-Ausbruch am 8.4.2003 sichtbar sein sollte. Und tatsächlich, die neue Supernova SN2003dh leuchtet genau an der richtigen Stelle!! (Dado et al., Astrophys. J. Lett., eingereicht, Stanek et al. Astrophys. J. Lett., eingereicht)

:: Peter 18:06 :: link :: (0) comments ::
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Magnus
Interessant ist das Leben und Wirken von Heinrich Gustav Magnus (1802-1870), der das nach ihm benannte Salz entdeckt hat. In der Physik ist er durch den Magnus-Effekt bekannt. Durch seine Abneigung gegen die Theoretische Physik ist er dann Geburtshelfer der Berliner und damit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft geworden. In seinem Privat-Labor, dem heutigen Magnus-Haus, finden heute wissenschaftliche Veranstaltungen statt. Gustav Magnus wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin beigesetzt, der in jedem Fall ein Besuch wert ist (Gräber von Hegel, Schinkel, H. Mann, Brecht,....).

:: Peter 15:02 :: link :: (0) comments ::
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Altes Salz für neue Bildschirme
Bildschirme zum Zusammenrollen gibt es vielleicht schon bald. Einen Schritt weiter in der Entwicklung von flexiblen Bildschirmen aus organischen Materialien sind Forscher aus Zürich gekommen. Sie haben ein Problem lösen können, das bisher noch sorgen bereitete: die organischen Halbleiter waren nicht sehr stabil und an Luft sowieso nicht. Es zeigte sich, daß ein seit 1828 bekanntes Salz - das platinhaltige Magnus-Salz - als Grundbaustein der Halbleiter geeignet ist. Den Schweizern gelang es, das Salz so zu verändern, daß man daraus nun Feldeffekttransistoren bauen kann, die selbst 12 Stunden in 90°C heißem Wasser aushalten. (Adv. Mater. 15 (2003) 125)

:: Peter 14:32 :: link :: (0) comments ::
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:: 16.4.03 ::
Atom-Ei-II
Pünktlich zu Ostern hat das Bundesumweltministerium den Weg für den atomare Forschungsreaktor FRM-II in Garching bei München freigemacht. Das Bundesumweltministerium ermächtigte am Dienstag das bayerische Umweltministerium, die abschließende dritte Teilgenehmigung zu erteilen. Der alte Reaktor, FRM-I, hatte den Spitznamen Atom-Ei.
Das wird sicher nicht allen gefallen. Die Entsorgung des "Atom-Mülls" ist natürlich immer noch ein Problem, auch wenn der Reaktor bis spätestens 2010 auf nicht atomwaffentaugliches Uran als Brennstoff umgerüstet werden muß. Für die deutsche Forschungslandschaft ist das auf der anderen Seite eine gute Nachricht.

:: Peter 19:01 :: link :: (0) comments ::
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Protein-Physik
Warum kreiselt nur das gekochte Ei? Diese Frage beantwort Thomas de Padova im ersten Teil einer neuen Rubrik der Wissenschafts- und Forschungsseiten desTagesspiegel: AHA!

:: Peter 14:21 :: link :: (0) comments ::
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:: 15.4.03 ::
Licht-Spritze
Normalerweise reicht der Strahlungsdruck des Lichts nur selten aus, um deutliche Effekte zu erzielen. Auch die bekannte Lichtmühle funktioniert nicht mit Strahlungsdruck (dann müßte sie sich andersherum drehen, als sie es tut). Forscher aus Bordeaux haben jetzt den Lichtdruck eines Laserstrahls ausgenutzt, um einen buchstäblich haarfeinen Flüssigkeitsstrahl zu erzeugen. Dazu richteten sie den Laserstrahl auf die Grenzfläche zwischen zwei sehr ähnlichen Flüssigkeitsgemischen. Je nach Temperatur der Flüssigkeiten und der Laserintensität, erzeugten sie Beulen in der Grenzfläche oder einen feinen Flüssigkeitsstrahl der einen Flüssigkeit in die andere Flüssigkeit. Anwendungen gibt es dafür sicherlich, wenn es gelingt, die Flüssigkeitsstrahlen unter etwas weniger speziellen Umständen zu erzeugen. (Phys. Rev. Lett. 90 (2003) 144503)

:: Peter 14:37 :: link :: (0) comments ::
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Display-Weblog
An der FH Aachen/Fachbereich Design gibt es in diesem Sommersemester ein Seminar mit angeschlossenem Weblog über die Anwendung von zukünftigen Displaytechnologien. Naturgemäß gibt es in dem Weblog viele Nachrichten über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Displaytechnologien. Z.B. mit Informationen und Links zu Organischen Licht Emittierenden Dioden, OLEDs. (via: Feedster)

:: Peter 11:26 :: link :: (0) comments ::
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Defragmentieren einer Harddisk
Experimentalphysiker sind durch ihre profunden Kenntnisse auch komplexen Aufgabenstellungen stets gewachsen. Dies gilt auch für die Wartung von Festplattenlaufwerken. (via: bytempire.de)

:: Peter 11:03 :: link :: (0) comments ::
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:: 14.4.03 ::
Supraleitungs-Comic
Wo wir gerade bei Supraleitung sind. Es gibt einen netten Versuch Supraleitung auf einfache Art und Weise in einem Drama (Komödie?) in drei Akten zu Erklären: Freya Frost und die Supraleiter.

:: Peter 16:42 :: link :: (0) comments ::
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Achtfache Quantenzustandsblume
Warum das Material, bei dem zuerst Supraleitung festgestellt wurde (Quecksilber), supraleitend wird, ist seit Bardeen, Cooper und Schrieffer klar. Warum aber die sogenannten Hochtemperatursupraleiter diese Eigenschaft bei (relativ) hohen Temperaturen zeigen, ist immer noch nicht klar. Einen Schritt weiter kann man nun mit der Hilfe von Rastertunnelmikroskopen kommen. Forscher des Lawrence Berkeley National Laboratory haben stehenden Wellen auf der Oberfläche eines bekannten Hochtemperatursupraleiters (Bi2 Sr2 CaCu2 O8+d) beobachtet. Die Wellen auf den Bildern sehen zwar eher so aus, als ob man eine Hand voll Kieselsteine ins Wasser wirft, den Forschern gelang es jedoch, aus den Bildern eine Aufteilung der Wellen in den verschiedenen Richtungen in verschiedene Wellenlängen auszurechnen. Das entstehende Bild ist schön symmetrisch und blümchenförmig. Das schöne daran ist, daß hierdurch eine Möglichkeit gegeben ist, die Eigenschaften der Elektronenwellen in den Hochtemperatursupraleitern direkt zu beobachten. Damit kann man Rückschlüsse auf mögliche Ursachen der Supraleitung machen. Z.B. sind regelmäßige Streifen in der Elektronendichte, die oft im Zusammenhang mit Erklärungen der Hochtemperatursupraleitung diskutiert werden, anscheinend nicht mit den Messungen verträglich.(Nature 422 (2003) 592)
Raeumliche Fouriertransformation des Rastertunnelmikroskopiebildes

:: Peter 16:33 :: link :: (0) comments ::
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Holland gewinnt Fußballmeisterschaft
Amsterdamer Team verteidigt Titel im Roboterfußball. Das niederländische Philips-Team aus Amsterdam hat am Sonntag beim Roboterfußball-Turnier in Paderborn zum zweiten Mal die RoboCup German Open gewonnen. Na, vielleicht klappt es mit den Robostürmern für die Holländer dann bei der nächsten Qualifikation für die Weltmeisterschaft der humanoiden Fußballer.

:: Peter 12:50 :: link :: (0) comments ::
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